Rohöl langfristig teuer

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Rohöl langfristig teuer

Eisenerz fällt vom Rekordniveau

Aus Sicht des europäischen Stahlverbands Eurofer wird die Preisspirale in den kommenden Jahren weiter zurückgedreht. „Es wurden neue Kapazitäten bei der Rohstoffproduktion geschaffen, und zudem ist die Stahlnachfrage gesunken“, sagt Verbandschef Gordon Moffat. Im kommenden Jahr würden die Stahlfirmen daher erneut auf Preisnachlässe drängen.

Langfristig rechnen Experten mit einem erneuten Anstieg der Kosten für Eisenerz und andere Rohstoffe. „Die Krise wird ja irgendwann enden, und dann werden vor allem China und Indien ihr starkes Wachstum fortsetzen“, sagt Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg. Zudem ist die Erschließung neuer Rohstoffvorkommen in einigen Ländern auf Eis gelegt worden. Die Produktion werde relativ schnell wieder an ihre Grenze stoßen, sagt Weinberg. „Wenn man von einer allgemeinen Tendenz spricht, sollte der Großteil der Rohstoffe in den kommenden Jahren höher notieren als jetzt.“

Aus Sicht von Goldman Sachs haben die Rohstoffpreise bereits ihren Boden gefunden. Bei Kupfer etwa zeichnet sich eine Erholung ab. Allerdings muss sich zeigen, wie nachhaltig diese ist. Denn nach Angaben von Marktteilnehmern hat vor allem China größere Vorräte am Markt aufgekauft, um für ein künftiges Wachstum gerüstet zu sein.

Quelle: Handelsblatt – 27.05.2009


 

Rohöl langfristig teurer

Die Opec kann vergleichsweise zufrieden damit sein, was sie mit ihren Kürzungen erreicht hat. Im Moment kostet ein Barrel Rohöl ungefähr 60 US-Dollar – im Februar waren es noch an die 30 Dollar. Sollte die erhoffte Belebung der weltweiten Konjunktur einsetzen, wird wahrscheinlich auch der Ölpreis stärker anziehen. Johannes Benigni vom Wiener Ölprognose-Institut JBC Energy rechnet damit, dass der Preis für ein Barrel bis zum nächsten Frühjahr auf 75 Dollar steigen wird. „Kurzfristig erwarten wir aber einen Rückgang vom aktuellen Niveau“, sagt Benigni. Denn im Moment dominiere noch die Unsicherheit. Es sei zu früh, von einer anhaltenden konjunkturellen Erholung zu sprechen.

Nach Meinung der meisten Experten müssen die erwarteten 75 Dollar im nächsten Frühjahr aber nicht das Ende des Preisauftriebs bedeuten. Pessimisten fürchten sogar, dass der Rohölpreis wie vor einem Jahr wieder deutlich über die Marke von 100 Dollar klettern könnte. Ihr Argument: Wegen der aktuell niedrigen Preise werde zu wenig in die Suche nach neuen Ölfeldern investiert. Die Internationale Energie-Agentur (IEA) schätzt, dass die Investitionen der Branche in diesem Jahr zwischen 15 und 20 Prozent fallen werden.

Quelle: Handelsblatt – 27.05.2009


 

Rohstoffaktien: Die nächste Rally?

Die Preise für Rohstoffe sind nach dem rasanten Absturz im vergangenen Jahr zuletzt wieder gestiegen. Egal ob Gold, Öl oder Industriemetalle -Investoren zahlen wieder deutlich mehr als noch im Winter; sie hoffen auf ein baldiges Ende der Rezession. Welche Rohstoffaktien sich zuletzt besonders gut geschlagen haben – und wie die weiteren Aussichten sind.
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Quelle: Handelsblatt – 03.06.2009

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